Bessere Lebensgrundlagen durch Aufforstung

Durch Aufforstung reduziert dieses Projekt Treibhausgase in den Landkreisen Huangping, Wengan und Anlong in der chinesichen Provinz Guizhou. Hier wirkt sich der degradierte Boden und die karstige Felslandschaft negativ auf das Überleben von Tier- und Pflanzenarten sowie auf die sozioökonomische Entwicklung der Region aus. Unser Klimaschutzprojekt bindet Treibhausgase und fördert dabei die biologische Vielfalt sowie den Boden- und Wasserschutz. Zudem schafft es nachhaltige Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung.

Auf 39.000 Hektar wurden im Rahmen des Projekts seit 2016 einheimische Baumarten wie Tannen, Zypressen und Kiefern angepflanzt, die sich der kargen Landschaft sehr gut anpassen können. Die Aufforstungsflächen gehören den DorfbewohnerInnen und werden von Dorfausschüssen verwaltet. Das Projekt schafft 28.500 befristete Arbeitsplätze für LandwirtInnen, sowie 80 langfristige Arbeitsplätze für TechnikerInnen, mit einem Frauenanteil von 60 Prozent in beiden Tätigkeitsfeldern.

Wie funktioniert Klimaschutz mit (Wieder-)Aufforstung und Rekultivierung?

Wälder bilden unsere Lebensgrundlage und zählen zu den wichtigsten CO2-Speichern des Planeten. Sie bieten nicht nur Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern filtern auch die Luft, stabilisieren und schützen unsere Böden, speichern Wasser und tragen zum Gleichgewicht des Klimas bei. Doch die globalen Waldflächen sind in den letzten Jahrzehnten aufgrund von zunehmender Besiedelung, landwirtschaftlicher Nutzung, illegaler Abholzung und Rohstoffabbau stark zurückgegangen. Aufforstung, Wiederaufforstung und Rekultivierung erhöhen die CO2-Speicherfähigkeit eines Ökosystems sowohl in der Biomasse des Waldes als auch im Boden erheblich. Die Speicherfähigkeit schwankt je nach Baumart, Alter und Standort. Experten unterscheiden zwischen folgenden Maßnahmen:

Bei der Aufforstung werden nicht bewaldete Gebiete in Waldflächen umgewandelt. Die Wiederaufforstung stellt Waldflächen wieder her, die geschädigt oder in der Vergangenheit abgeholzt worden sind. Bei der Rekultivierung wird die Vegetationsdichte erhöht. Das kann mithilfe von Bäumen, Sträuchern aber auch mithilfe anderer Pflanzen geschehen. Die (Wieder-)Aufforstungsprojekte im ClimatePartner-Portfolio sind bei internationalen Standards registriert.

Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs)
GeschlechtergleichheitMehr als die Hälfte der Begünstigten des Projekts sind Frauen.
Menschenwürdige Arbeit und WirtschaftswachstumDurch das Projekt wurden insgesamt 28.580 Einkommensmöglichkeiten geschaffen.
Maßnahmen zum KlimaschutzDurch das Projekt werden in etwa 607.590 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Leben an LandErhaltung der biologischen Vielfalt auf über 39.000 Hektar, Schutz von drei gefährdeten Arten.
ProjektstandardVerified Carbon Standard (VCS)CCBS TechnologieWiederaufforstungRegionAnlong, ChinaGeschätzte jährliche Emissionsreduktionen607,596 t CO2Validiert vonTÜV NORD CERT GmbHVerifiziert vonTÜV NORD CERT GmbH